Les variations Dielman, von Fernando Franco

Ein schöner und preisgekrönter Videoessay, der das Verhältnis von Zeit und Raum im Film „Jeanne Dielman“von Chantal Akerman untersucht. Diese Form von Kritik erlaubt einen präzisen Fokus auf ein sehr spezielles Sujet, welches anhand filmtechnischer wie auch textualer Tools, eine Neubetrachtung gewährt.

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La caméro-stylo

Der Autor schreibt mit seiner Kamera, wie ein Schriftsteller mit einem Stift schreibt, schrieb einst Alexandre Astruc. Dieser Gedanke greift den Essayfilm schon früh auf: ein Denken durch bzw. über den Film.

„The Birth of a New Avant-Garde: La Caméra-Stylo,” in The New Wave, ed. Peter Graham. Trans. from Ecran Français 144, 30 March 1948.

 

Alexander Kluge über Adorno: Der absichtslos aufgenommene Film ist klüger…

Es ist das dritte Bild, das Bild zwischen zwei aneinander montieren Bildern, das man nicht sieht und das den Film in Bewegung hält. Das ist typisch Adorno, der Gedanke, dass es gar keine Bilder gibt und dass nur das unsichtbare Bild zählt. Wir haben am Institut für Filmgestaltung einen neunstündigen Film über die Studentenbewegung in Frankfurt gemacht. Adorno sagte uns, man muss blind filmen. Wenn Sie ohne Absicht etwas aufnehmen, werden Sie immer etwas aufspüren. Was das ist, werden Sie erst hinterher sehen. Der absichtslos aufgenommene Film ist klüger als das, was Sie als Absichten haben können. So denkt Adorno.

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Konstellationen einer Zwischenzeit

Die Verhandlung der Begriffe „Konstellation/Konfiguration“, „Montage“ und „Essay“ bzw. die Reflexion über diese systemgebenden Zahnräder in vielen ambitionierten filmischen  Arbeiten, wird immer wieder versucht neuzudefinieren. Gerd Roscher bietet hier einige schöne Aspekte an zur Neu- und Wiederbetrachtung an.

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