Konstellation vs. Konfiguration?

Die Idee von Konstellation und Konfiguration durchzieht das gesamte Werk Adornos: Beginnend mit seiner Antrittsvorlesung Die Aktualitäten der Philosophie und den Thesen über die Sprache der Philosophie aus den frühen dreißiger Jahre bis hin zur Negativen Dialektik und endend mit den Nachschriften zu der nicht mehr vollendeten Ästhetischen Theorie, ist das Schreiben von und in Konstellationen und Konfigurationen ein, wenn nicht das Leitmotiv Adornos.

Wittgenstein, Ludwig

Konstellation und Konfiguration werden von Adorno als Synonyme gebraucht, auch wenn in einem neueren Philosophie-Lexikon der Begriff der Konfiguration umstandslos Wittgenstein zugewiesen, der der Konstellation dagegen Adorno zugeordnet wird. Ansonsten wechseln sich die Begriffe bei Adorno bruchlos ab. Wie in Die Aktualität der Philosophie noch von ›Konstellation‹ – oder Versuchsanordnung – die Rede war, so spricht er in den Thesen über die Sprache von ›Konfiguration‹. Hier, vor allem in den Thesen sechs bis neun versucht Adorno das Problem zu umreißen. Auf der Grundlage der Einsicht, daß sich die Philosophie weder bruchlos an alte Begriffe binden oder sich an diesen abzuarbeiten habe, auf diese aber notwendig verwiesen bleibt, weil sie sich nicht einfach neue her- und hinstellen kann, entwickelt Adorno als Alternative die Konzeption der ›Konfiguration‹:

Die herkömmliche Terminologie, und wäre sie zertrümmert, ist zu bewahren, und neue Worte des Philosophen bilden sich heute allein aus der Veränderung der Konfiguration der Worte, die in Geschichte stehen, nicht durch Erfindung einer Sprache.

Unter K. versteht Wittgenstein das Eingebundensein der unteilbaren Gegenstände in einen Sachverhalt […] Lit.: L. Wittgenstein: Tractatus logico-philosophicus.“

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