Rohmer in Paris, von Richard Misek

Richard Misek (University of Kent)  selbst nennt seine Arbeit aus dem Jahre 2013 eine „historische Fiktion“. Eine cinephile Assemblage von Parisaufnahmen, aus der Sicht von Eric Rohmer. Eine Voice-over-Stimme führt den Zuschauer durch den Film, der einer famosen Hommage an den Großmeister der Nouvelle Vague gleichkommt.

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Per Zufall entdeckt sich Misek im Film „Rendezvous in Paris“ (1995) beim Überqueren Straße in Montmartre. Daraufhin sichtet er wie besessen sämtliche Werke Rohmers. Der französische Regisseur gehörte zu Paris, so wie seine Filme untrennbar von der Metropole sind. Diese Obsession spiegelt sich in der Machart der Filme wieder sowie auf die Empfindungen und das Verhalten der Protagonisten.

Misek montiert eine komplexe Matrix aus Pfaden und Kreuzungen, lässt die Einstellungen mal lang, mal kurz einander kollidieren, nein, das ist ganz falsch, synthetisieren. Das fragmentale Ergebnis lässt Rohmers Wirken in einer neuen Rezeptionsart erscheinen, deren Mehrwert eher ein filmpsychologischer als ein filmhistorischer sein dürfte.

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